Du bist hin und hergerissen zwischen den vielen Informationen, mit denen Dich Deine Familie und Deine Freunde bombardieren? Alle meinen es gut, aber Du bekommst so viele widersprüchliche Tipps?
Dein Bauch sagt etwas anderes als Dein Kopf?
Da bist Du sicherlich nicht alleine, denn vielen frisch gebackenen Eltern geht es so.
Lass mich Dir ein wenig bei der ersten Orientierung helfen:
Meiner Meinung nach ist die Hauptaufgabe von Eltern, zu erkennen, wie ihr Kind fühlt und denkt, was seine Begabungen sind und wie sie es im Laufe des Erwachsenwerdens bestmöglich bei der authentischen Entwicklung zu sich selbst unterstützen können. Da nützen keine Tipps von anderen, dafür braucht es den Prozess des Kennenlernens und des Einfühlens in Dein Kind.
Und obwohl jeder Mensch individuell entdeckt werden soll, gibt es ein paar Grundlagen in der Entwicklung, die auf alle Kinder zutreffen, "die Meilensteine der Entwicklung". Es gibt sprachliche und motorische Meilensteine, also Entwicklungsschritte, die notwendigerweise zu bestimmten Zeitpunkten durchlaufen werden sollten, damit sich das Gehirn gut entwickelt und alle Areale optimal zusammenarbeiten. Dann kann Dein Kind sein Potenzial jetzt und später völlig ausschöpfen. Einen ersten Überblick findest Du in meinem Beitrag auf Idealism Prevails:
Um diese Meilensteine zu durchlaufen, nutzt Dein Baby anfangs Reflexe, die sich im Laufe des ersten Lebensjahres in den Körper integrieren sollten. Diese Reflexe treten im Mund- und Rachenbereich auf, sind aber auch am Bewegungsapparat des gesamten Körpers erkennbar.
Damit sie sich gut integrieren, sollten sie möglichst selten ausgelöst werden, weshalb es Halte- und Tragepositionen gibt, die die Berührung an reflexauslösenden Stellen reduzieren oder vermeiden und damit die Nachreifung des Gehirns unterstützen.
Hier findest Du einen Podcast von How to Baby, in dem ich von der Bedeutung der Reflexe für die frühkindliche Entwicklung erzähle:
Dank der Dunstan Babylaute, reflexbasierter Geräusche, die Dein Baby mit der Zunge macht, kannst Du Grundbedürfnisse erkennen und unterscheiden, was Eltern, die diese Laute kennen, also enorm hilfreich empfinden,
weil man immer adäquat reagieren kann.
Die Laute integrieren sich allerdings nach ein paar Monaten. Bis Dein Kind sich mit Worten im Sinne von angewandter Sprache ausdrücken kann, dauert es aber noch. Als Brücke zur Sprache empfehle ich daher das Babyzeichensprache Konzept der Zwergensprache. Das Verständnis, das Du entwickeln kannst, wenn Dein Baby seine Händchen nutzt, um Dir zu zeigen, was es möchte, geht weit über jedes Grundverständnis einfühlsamer Eltern hinaus. Mit Babyzeichen kann Dein Kind Dir von etwas "erzählen", was passiert ist, als Du nicht dabei warst.
Es kann dank einfacher, bewusster Handbewegungen ausdrücken, dass es an jemanden oder an etwas denkt und es kann Dich beispielsweise bitten, ihm ein Lied vorzusingen. Alles Dinge, die es ohne Gebärden nicht kann. Aber gerade das Verstanden werden macht einen gravierenden Unterschied in der psychischen Entwicklung. Und auch der Widerstand in der Trotzphase ist deutlich milder, weil der Trotz meistens daher rührt, dass die Eltern nicht verstehen, was das Kind möchte oder warum es etwas möchte.
Um die Vorzüge von Babyzeichensprache besser zu verstehen, hör Dir gerne folgenden Podcast an:
Oder Folge #162 von How to Baby:
Auf der Website der Zwergensprache findest Du noch mehr
Anregungen und Tipps,
wie Du Babyzeichensprache mit Deinem Baby im Alltag erfolgreich anwenden kannst!
Unter Lateralität versteht man die im Gehirn angelegte Bevorzugung einer Körperseite bei Gliedmaßen oder Sinnesorganen. Die beiden Hälften des Großhirns haben sich auf unterschiedliche Aufgaben spezialisiert, wobei bei jedem Menschen eine Gehirnhälfte dominant ist. Die Dominanz einer Hemisphäre bestimmt die Arbeitsteilung im Gehirn. Während die linke Hemisphäre bei vielen Menschen für die Sprachverarbeitung zuständig ist, übernimmt die rechte oft eher visuell-räumliche Aufgabe. Deshalb bevorzugen wir den Gebrauch einer der beiden Hände und eines der beiden Beine. Und auch wenn sich viele Menschen darüber nicht bewusst sind, aber wir haben auch ein dominantes Auge und ein dominantes Ohr.
Besonders die Händigkeit Deines Babys zu erkennen, ist maßgeblich für sein ganzes späteres Leben. Üblicherweise werden rechtshändige Kinder in dieser rechtshändigen Welt leicht erkannt. Bei Linkshändern ist die Sache oft schwieriger. Gewöhnen sie sich allerdings an den Gebrauch der rechten Hand als wäre sie die dominante, so hat das in vielen Fällen maßgebliche negative Folgen für das Gehirn. Dass diverse Schwächen, zu denen auch mangelnde Leistungen in der Schule zählen können, aber "nur" durch den Gebrauch der falsche Hand kommen, wird häufig nicht bewusst. Die Händigkeit zu erkennen und zu fördern, ist eine ausgesprochen wichtige Aufgabe für Eltern und auch, das Kind vor Umschulung im Kindergarten, die sehr häufig passiert, zu schützen. Was Du dabei berücksichtigen solltest, findest Du bei den Informationen zur Prävention.
Übrigens, auch hier können Babyzeichen Gold wert sein, denn Dein Baby macht einhändige Zeichen oder beidhändige Zeichen, in der die eine Hand die Führungshand ist, ganz bestimmt deutlich häufiger mit seiner dominanten Hand. Insofern musst Du nur hinsehen und Dein Baby zeigt es Dir von selbst.
